Unsere neue Website ist online 🚀💻
Moduly launcht eine neue Website! In diesem Blog Beitrag möchten wir aus Sicht der Entwickler einen kurzen Einblick geben, wie und warum wir das gemacht haben.

Disclaimer
Folgender Artikel trägt keine Spuren von AI. Er mag vielleicht an der ein oder anderen Stelle holprig klingen, aber dafür ist er echt, von Herzen und mit Hand geschrieben.
Präambel
Der digitale Auftritt eines Unternehmens ist wichtiger denn je. Wer eine schlechte Website hat, darf sich nicht wundern, wenn der Traffic ausbleibt. Ich denke insbesondere im SaaS Bereich ist eine ansprechende Website das Aushängeschild und ein Vorgeschmack auf das eigentliche Software Produkt dahinter. Das war uns bei Moduly immer bewusst, weshalb wir von Anfang an auf eine moderne Corporate Identity (CI) und Website gesetzt haben.
Wir brauchten eine Website
Unsere erste Website ging online vor etwa einem Jahr. Die Designvorlage und einen Teil der Implementierung hat uns damals ein wie ich finde sehr talentierter Designer gemacht. By the way, auch die CI kommt von ihm. Falls du das liest (ich weiß ja nicht, ob du hier erwähnt werden möchtest): Noch einmal ein fettes Danke! Jedes Mal, wenn ich unser Logo sehe, freut sich meine Seele. Aber zurück zur Website. Damals haben wir uns dazu entschieden, die Implementierung in Webflow zu machen. Dieser Service ist ähnlich wie etwa Wordpress oder andere Hersteller ein Website Builder mit einem Baukasten System. Mehr oder weniger Zero Code. Obwohl das eigentlich auch nicht ganz stimmt, weil man hier im Gegensatz zu anderen Anbietern sehr wohl den ganzen Code exportieren kann - das war uns auch von Anfang an wichtig, da Plattformagnostik ein durchaus sinnvolles Paradigma in der heutigen Zeit ist, wo manche Services von heute auf morgen einfach dicht machen.
Launch - und dann?
Das Konzept stand und wir waren von Anfang an begeistert und konnten mit wenigen Iterationen in kurzer Zeit die Implementierung fertigstellen und launchen. Auch damals war schon unser Anspruch, innovativ und modern zu sein. Besser und schöner als die Konkurrenz. Das ist uns sicher auch gelungen und wir mussten uns damit definitiv nicht verstecken. Einige Monate vergingen, wir haben uns vor allem auf technischer Ebene stark weiterentwickelt und Erfahrungen durch die Entwicklung unserer eigentlichen Software dazugewonnen. Immer mal wieder haben wir Kleinigkeiten an der Website verbessert, wahrscheinlich sind sie dir meistens nicht einmal aufgefallen. Irgendwann, es müsste Q1 2026 gewesen sein, haben wir realisiert: Gut genug reicht uns nicht. Wir wollten riskanter werden, eine noch innovativere Designsprache in der Website zum Ausdruck bringen. Das Problem: Das Baukastensystem von Webflow hat uns stark limitiert. Es gibt zwar die Möglichkeit, custom code einzufügen, aber das funktioniert nicht wirklich zuverlässig. Zu diesem Zeitpunkt war bereits KI sehr stark in unserem Entwicklungsprozess integriert. Obwohl Webflow eine MCP Schnittstelle hat, mussten wir feststellen: KI bringt uns in diesem Stack nur bedingt etwas.
Ein Entschluss musste her
Schnell wurde uns klar: Entweder wir plagen uns weiter mit dem Baukastensystem ab, oder wir finden einen neuen Tech-Stack. Nach reiflicher, aber eigentlich nicht langer Überlegung waren wir uns sicher: Wir wollen es anders machen. Besser. Moderner. Konkret: Webflow Code exportieren, Neues Github Repo anlegen, Code importieren und dann darauf aufbauen. Gesagt, getan. Das hat auch relativ gut geklappt. Wir haben ein next.js Projekt mit minimaler Konfiguration aufgesetzt und zunächst denselben Stand wie in Webflow erreicht. Übrigens: Deployt haben wir das Projekt auf Vercel, so wie auch unsere CMS App. Davon ausgehend haben wir iterativ als Projektteam mit dem Namen Website v3 Anforderungen erstellt, implementiert und validiert (Fun fact: Es gibt einen Grund, warum es nicht Website v2 ist, aber der bleibt erstmal unser Geheimnis. ). Auch hier hatten wir immer mal wieder Austausch mit Personen, die unglaublich viel Expertise und Talent für digitalen Auftritt haben - auch dafür ein Danke! Was ich besonders spannend finde: Eine gute Website zu bauen verlangt nicht nur technisches Know-how ab, sondern auch psychologisches. Man muss verstehen wollen, wie sich Menschen verhalten und warum sie diesen oder jenen Button hier schon, aber an der anderen Stelle nicht akzeptieren werden - plakativ gesprochen.
Was plötzlich alles möglich war
Endlich konnten wir mit unserem etablierten Coding Setup unsere Website weiter- und an einigen Stellen auch neu entwickeln. So haben wir zum Beispiel unsere interaktive Demo App (ein absoluter Eye-catcher) oder auch unsere About-us Section relativ mühelos herstellen können. Natürlich hat das alles seinen Preis, konkret die Token Abrechnung mit den LLM Providern, aber ein paar hundert Dollar sind nichts, wenn man bedenkt, was Designstudios für die Herstellung von Websites verrechnen, das geht schnell mal in Richtung 20k Euro. Genaueres zu unserem Agentic Coding Setup verrate ich an dieser Stelle noch nicht. Darüber werde ich mal hier einen eigenen Artikel schreiben ;)
Jedenfalls konnten wir dann am 18.06.2026 nach etwa 2 monatiger Entwicklung unsere neue Website launchen. Launchen bedeutet hier tatsächlich auch einfach nur den DNS Eintrag von der alten Webflow Seite auf das neue Deployment in Vercel zu ändern. Aber tun wir einfach so, als hätten wir eine Rakete erfolgreich zum Mond geschickt, das klingt irgendwie cooler.
Und jetzt?
Wir sind mit dem Projekt Website v3 noch nicht fertig. Was jetzt auf jeden Fall noch auf der TODO List steht: Code Relikte entfernen, die vom Webflow Export übrig geblieben sind. Zum Beispiel gibt’s da viele Assets, die wir eigentlich gar nicht mehr brauchen und einfach die Bundle Size unnötig groß machen. Irgendwie ist auch das gesamte Styling in einem 10k Zeichen langen CSS File drinnen. Das ist natürlich optimal, wenn man die Context Size von Coding Agents absolut ausreizen will /s. Eigentlich wollten wir das gleich als Anlass nehmen, um Anthropic’s neustes Model Fable nach Strich und Faden zu testen, aber damit gibt’s (Stand heute, 18.06.2026) ja bekanntlich Probleme. Generell war in diesem Fall Code Quality jetzt nicht unsere größte Priorität. Einerseits weil wir einen AI-first approach gewählt haben damit wir uns selbst weniger mit dem Code befassen müssen und andererseits, weil es so gut wie keine sensiblen Daten oder Sicherheitsaspekte in diesem Projekt zu beachten gab. Bei sicherheitskritischen Stellen, da wo z.B. Kundendaten verarbeitet werden (Kontaktformular), haben wir natürlich genauer hingesehen.
Fazit
Manchmal braucht man Mut. Mut für Neues. In diesem Fall sind wir sehr froh, dass wir diesen Mut hatten. Wir finden, das Ergebnis kann sich echt sehen lassen und wir sind durch diesen Schritt erstmal gut für die Zukunft gerüstet.
Falls du zu diesem Thema Feedback, Gedanken oder Fragen hast, melde dich gerne bei uns. Wir sind immer offen für einen Austausch:
By the way, danke fürs Lesen bis hier hin. Es wird hier sicher demnächst auch weitere, spannende Artikel geben. Stay tuned :)
Danksagung
Einen großen Dank möchte ich an dieser Stelle ans gesamte Projektteam Website v3 aussprechen und insbesondere an meinen Kollegen Julius, der hauptsächlich für die Implementierung zuständig war.